Ängste und Phobien sind weit verbreitet. Meist verbinden wir mit diesem Thema typische Angstauslöser wie Spinnen, Bienen, Krankheiten oder Asteroiden – oder eben Geld. So verbinden etwa in den Ruhestand gestartete Rentner viele Ängste mit dem Thema Finanzen, das zeigt eine Umfrage. Sie fürchten zum Beispiel, dass ihr Geld jetzt nicht mehr reicht, um ihren Lebensstandard zu halten oder eine längere Erkrankung finanziell zu überstehen. Auch eine Verringerung der sozialen Sicherheit und sozialer Abstieg werden befürchtet. Vielen Menschen gelingt es, mit ihrer Angst besser umzugehen und diese aufzulösen, wenn sie sich mit dem Thema Geld und damit verbundenen Ängsten auseinandersetzen, sich informieren oder beraten lassen. Vor allem sind rationales Denken und der Fokus auf die Fakten gefragt.

Ängste sind in der modernden Gesellschaft ein alltägliches Phänomen. Es gibt kaum etwas, das nicht Gegenstand einer Phobie werden könnte – selbst gegen Wind, Wasser und die eigenen Knie lassen sich Angstzustände entwickeln. Nicht wenige Menschen leiden so unter einer Geld-Phobie. Finanzen und Geld können ebenfalls mit Ängsten besetzt sein.

Eine Umfrage unter Menschen kurz vor der Rente, die ein US-amerikanisches Versicherungsunternehmen kürzlich durchführte, zeigt die typischen Geld-Phobien auf. Auch, wenn die Umfrageergebnisse sich teilweise auf die spezifischen Bedingungen der Altersversorgungssysteme in den USA beziehen, so lässt sich an ihnen erkennen, wie heftig Ängste zum Thema Geld aufflammen können – auch bei uns und nicht nur unter Rentnern.

Das Geld reicht nicht

Es ist menschlich verständlich, dass mancher Rentner sich Gedanken zu der Frage macht, ob seine finanziellen Reserven für den verbleibenden Lebensabend ausreichen. Diese Angst treibt Menschen unabhängig von den tatsächlich vorhandenen Geldmitteln um und lässt sich durchaus auch auf andere Lebensumstände als die Rente übertragen. Immer dann, wenn bestimmte Geldsummen vorhanden sind, die für eine bestimmte Zeiträume ausreichen sollen, können irrationale Sorgen um den Fokus kreisen, dass das Geld nicht reicht.

In den meisten Fällen ist die Befürchtung unbegründet, weil die meisten Betroffenen entscheidende Lebensphasen wie die Rente ausreichend planen. Hier kann man der Geld-Phobie also mit dem eigenen Plan und den Berechnungen relativ einfach entgegentreten.

Soziale Systeme werden versagen, es droht der soziale Abstieg

Eine typische Angst von Rentnern ist der potenzielle Zusammenbruch von staatlichen Sozialsystemen. Hierzulande beschreibt diese spezielle Art der Geld-Phobie der Satz: „Die Rente ist nicht sicher„. Engverbunden mit diesem Angst-Szenario ist der antizipierte soziale Abstieg, der mit einem Zusammenbruch des Rentensystems verbunden ist. Diese Angst treibt nicht nur Menschen um, die kurz vor der Rente stehen.

Hier sollte sich jeder überlegen, wie wahrscheinlich ein kompletter Zusammenbruch der staatlichen Systeme tatsächlich ist. Auch, wenn in fernerer Zukunft nichts auszuschließen ist, müsste es schon zu einer allgemeinen Krise kommen, die das Staatsgefüge insgesamt infrage stellt.

Gesundheitliche Probleme und langfristige Erkrankungen gefährden die finanzielle Existenz

Im Alter ängstigen sich viele Menschen außerdem über ihre Gesundheit und damit möglicherweise verbundene finanzielle Belastungen, besonders im Alter. Das gilt auch in Deutschland, obwohl hier bisher eine gute Krankenversorgung gesichert ist. Diese Phobie ist eng verbunden mit der oben beschriebenen Angst vor dem Zusammenbruch sozialer Systeme. In diesem Kontext ist es ratsam, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, mit den Belastungen einer schweren Erkrankung umzugehen. In der Regel ist niemand hier nur auf die staatliche Versorgung angewiesen. Angehörige können helfen, und viele Menschen sorgen auch privat zusätzlich für solche Fälle vor.

Eine Geld-Phobie führt uns in besonderer Weise auf uns selbst zurück

Sie entstehen aus einer Kombination von schlechten Erfahrungen im Umgang mit Geld und den Wechselfällen des Lebens, aus entsprechenden Diskussionen in den Medien und irrationalen Annahmen. Hier sind eine realistische Herangehensweise und eine fundierte Planung der eigenen Absicherung gefragt, um Ängste nicht vorherrschend werden zu lassen. Das verhindert am Ende auch sich selbsterfüllende Prophezeiungen und hilft dabei, eine positive Einstellung zu Geld zu behalten. Auch im Alter und in anderen entscheidenden Lebensphasen.

Bis zum nächsten Mal. Genießen Sie Ihre Zeit.

Über den Autor

Alexander Pajtak hat über 25 Jahre Erfahrung in der ganzheitlichen Finanzberatung und ist der Autor von „Neun entscheidende Schritte zum erfolgreichsten Anlagekonzept der Welt“. Ob er seine Kunden berät, sein Team betreut, an Hochschulen doziert oder Unternehmer coacht, er vereinfacht immer die Komplexität und motiviert Menschen, die nächsten Maßnahmen zu ergreifen, die für sie richtig sind.

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