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Was sind Investmentfonds, Indexfonds, ETFs und Assetklassenfonds

Investmentfonds

Das Fondsmanagement versucht, „den Markt zu schlagen“. Der Fondsmanager versucht beispielsweise unterbewertete Unternehmen ausfindig zu machen. Ziel ist es für die Investoren des Fonds eine hohe Rendite zu erzielen. Sie werden deshalb auch als aktiv gemanagte Fonds bezeichnet. Aufgrund reger Handelstätigkeit weisen Investmentfonds hohe laufende Kosten auf, die die Rendite der Anleger deutlich reduziert. Auch konzentriert sich das Fondsmanagement auf eine kleine Auswahl von Unternehmen. Die Streuung ist gering. Der erste Investmentfond wurde 1928 aufgelegt.

„Den Markt langfristig zu schlagen“ ist nicht möglich. Das haben unzählige Studien belegt und zeigt die tägliche Praxis.

 

Indexfonds & ETFs

Ein Indexfonds ist eine Zusammenstellung von Wertpapieren z.B. Aktien oder Anleihen, der einen bestimmten Index z.B. DAX; MSCI World, S&P 500, … möglichst exakt nachbilden soll. Soweit Indexfonds zum Börsenhandel zugelassen sind, werden sie als Exchange Traded Funds (ETFs) bezeichnet. Seit 1975 gibt es ETFs.

Exkurs 1

Wie wird ein Index gebildet? Ein Aktienindex beispielsweise spiegelt die Wertentwicklung von an der Börse gehandelten Aktien wieder. Ein Aktienindex bildet nie alle Aktien ab, die es gibt, sondern lediglich eine Auswahl. Diese Auswahl kann sich nach Land, Branche oder auch Unternehmensgröße richten. Der DAX 40 stellt beispielsweise einen Auszug aller deutschen Aktiengesellschaften dar. In den DAX 40 werden die 40 größten Unternehmen aufgenommen; die Größe richtet sich nach dem Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien der vergangenen 20 Handelstage.

Einfach gesprochen reicht es aus, eine große Marktkapitalisierung aufzuweisen, um in einen Index aufgenommen zu werden.

Man könnte auch sagen, dass man einen Index bildet, mit Firmen, die eine blaue Farbe in Ihrem Firmenlogo haben. Investmentfonds, Indexfonds und ETFs verfolgen keinen wissenschaftlichen Investmentansatz. Um einen Index zu bilden ist es nicht nötig, wissenschaftliche Kapitalmarkterkenntnisse mit einfließen zu lassen.

Exkurs 2

Warum möchte ein Unternehmen in den Index? Wer hat davon einen Nutzen?

Wenn ein Unternehmen in einen Index aufgenommen wurde, ist es für dieses Unternehmen leichter und kostengünstiger sich auf dem Kapitalmarkt Geld für die Expansion zu besorgen.

 

Assetklassenfonds

Die ersten Assetklassenfonds wurden 1981 als Weiterentwicklung der ETFs von Dimensional Fund Advisors aufgelegt. Der Anspruch ist wissenschaftliche Forschungsergebnisse in die Welt des Investierens umzusetzen. Höhere Renditen werden abgeschöpft durch

  • die Gewichtung „aller“ Unternehmen eines Marktes,
  • durch die Gewichtung von kleineren Unternehmen (> 50 Mio. Marktkapitalisierung),
  • durch die Gewichtung von relativen Preisen (Value) eines Unternehmens sowie
  • durch Gewichtung der Profitabilität.

Die Umsetzung erfolgt durch die Portfolios von „Investment made in Ulm“.

Vorteile:

  • Assetklassenfonds sind besonders kostengünstig. Es fallen keine Ausgabeaufschläge und keine Rücknahmeabschläge an. Sie sind um den Faktor 5 – 10 günstiger als traditionelle, aktive Fonds.
  • Das Investment des Anlegers in Assetklassenfonds ist Sondervermögen. Im Insolvenzfall der Investmentgesellschaft ist das Anlegervermögen also geschützt.
  • Die sehr effizienten Anlageprodukte können bei Wunsch auch in einen Versicherungsmantel eingebunden werden.
  • Durch tägliches Rebalancing in einem Assetklassenfonds wird die reine und vollständige Assetklasse kontinuierlich erfasst. Somit kann ein Anleger höhere erwartete Renditen gewichten und die gesamte Prämie abgreifen.
  • Ein weltweites Portfolio mit Assetklassenfonds kann 8.000 bis 13.000 Einzeltitel enthalten. Was die Schwankung deutlich reduziert.
  • Assetklassenfonds sind voll investiert. Gerade in Märkten mit niedriger Liquidität wie Schwellenländern wird die gesamte Prämie aller Einzeltitel abgegriffen.
  • Assetklassenfonds schränken sowohl explizite als auch implizite Kosten ein. Sowohl geduldiges und opportunistisches Handeln, wie auch eine Verteilung des Kapitalumschlags über das gesamte Jahr tragen hierzu bei. Ein Handel wird nur dann ausgeführt, wenn die erwartete Prämie die Kosten übertrifft.
  • Assetklassenfonds verzichtet auf Derivate und synthetische Konstruktionen, da die Aktien- und Anleihenwerte physisch hinterlegt sind.